Lesung von Hartmut Volle an der IGS-West, Frankfurt-Höchst  vom 28. April 2017 zu „Benjamin und seine Väter“ von Herbert Heckmann, das diesjährige Buch zu Frankfurt liest ein Buch. Schülerinnen und Schüler der IGS-West diskutieren mit dem Schauspieler über die Suche nach Sinn und Identität von Heranwachsenden und persönlichen Schicksalen in schwierigen Lebenssituationen.

Hartmut Volle, seit über 30 Jahren als Schauspieler in Film und Theater tätig, kam zu uns an die IGS-West, um vor ca. 250 Schülerinnen und Schülern und ein paar Gästen aus dem Stadtteil Höchst aus dem diesjährigen ausgesuchten Buch von Herbert Heckmann zum Bücherfest 2017 zu lesen. Die Lesung fand in der Aula statt und war – wie immer – für die Veranstaltung geschmückt. Ein Plakat mit Herrn Volle und dem Cover von Benjamin und seine Väter wurde an die Wand auf der Bühne von Herrn Diegelmann projiziert, Blumen, Lesepult, Technik, Beleuchtung, Flügel, alles stand bereit für die diesjährige große Lesung an unserer Schule.

Frau Gollnow, die stellvertretende Schulleiterin,  begrüßte Herrn Volle herzlich und freute sich über die diesjährige Teilnahme am Bücherfest 2017.  Maya Strothmann aus der 9a spielte die Titelmelodie von Twilight zum Auftakt auf dem Flügel. Frau Hein stellte  im Anschluss Herrn Volle einige Fragen und dann begann die Lesung. Man spürte die schauspielerische Leidenschaft, die inhaltliche Darbietung von „Benjamin und seine Väter“ nach Hartmut Volle: er hat nicht nur gelesen, er hat gespielt, Passagen zusammengefasst und mit Klavier und Stimme den damaligen Zeitgeist begleitet. Herr Volle schaffte es, das Publikum zu einem Spaziergang durch Benjamin und seine Väter einzuladen und  mitzunehmen, wichtige Szenen wurden lebendig, der Inhalt des Buches erschloss sich auf diese Weise dem aufmerksam zuhörenden Publikum. Diese anschauliche, lebendige Inszenierung machte aus der Lesung ein Kulturerlebnis der ganz besonderen Art.  Fünfundvierzig Minuten vergingen und alle Zuhörer reisten mit Benjamin, der sich sehnlichst einen Vater wünschte, durch das Frankfurt der 20iger und 30iger Jahre von der Bergerstraße zur Konstablerwache und sogar fast nach „Amerika“! Zum Schluss stellte Benjamin nach ewiger Suche nach seinem Vater fest: „….er wusste nun, wer sein Vater gewesen sein könnte, und er wusste, wer er selbst war.“ (S. 393).

Im Anschluss interviewten einige Schülerinnen und Schüler aus den 9. und 10. Klassen in einer Fragerunde Herrn Volle auf der Bühne. Maya und Anna aus der 9a und Ronja, Celine und Jerron aus der 10. Klasse stellten hier mutig ihre Fragen vor dem großen Publikum und kamen auf diese Weise mit Herrn Volle ins Gespräch. Zum Beispiel: Welches Buch würden Sie für ein zukünftiges Bücherfest empfehlen? Haben Sie ein Lieblingsbuch? Was fasziniert Sie an Lesungen? Fragen zum Beruf des Schauspielers wurden natürlich auch gestellt, zum Beispiel zu Herrn Volles Tatortrolle, wie man Texte lernt….zu seinem beruflichen Werdegang vor seiner Schauspielerkarriere, und, und, und……Nach diesem Interview bedankte sich Frau Hein bei allen Beteiligten, die die Lesung unterstützt haben, vor allem bei Herrn Diegelmann (Haustechnik),  bei Antonio (6c) (Licht und Ton),  bei den Schülerinnen und Schülern, die an einem Workshop zur Vorbereitung auf die Talkrunde teilnahmen, bei May Strothmann für das wunderbare Klavierspiel, bei der Schulleitung, die solche Kulturveranstaltungen immer gerne unterstützt und bei einzelnen Kolleginnen und Kollegen, die solche Veranstaltungen nutzen, um mit ihren Schülerinnen und Schülern inhaltlich an den Themen zu arbeiten. Vor allem aber galt der Dank Herrn Volle, der mit seiner ganz besonderen Darbietung vor einer so großen Schulgemeinde das diesjährige Buch zu Frankfurt liest ein Buch gelesen und „gespielt“ hat. Sein Gastgeschenk „Apfel trifft Traube“ hat ihm offensichtlich auch gefallen.

Zuletzt gilt wie immer noch einmal „un grand merci“ an unseren Förderverein, der uns wieder finanziell so tatkräftig unterstützt hat und solche Veranstaltungen würdigt und wertschätzt. Vielen Dank!!! Ohne den Förderverein würden solche Veranstaltungen nicht möglich sein.

Monika Hein

 

Fachbereichsleitung Deutsch/Organisation der Lesung

Die Kendama-AG ist in vollem Gange. Jeden Donnerstag verwandelt sich der Differenzierungsraum des Jahrgangs 5 in ein Geschicklichkeitsfestival. 
Hier wird jongliert, es werden Becher in rasender Geschwindigkeit gestapelt und Kendama-Tricks ausprobiert. Dabei ist ein Kendama-Video entstanden, das die ersten Tricks zeigt. Es sieht leicht aus, doch wer es einmal ausprobiert hat, weiß, wie viel Übung für die einzelnen Tricks nötig ist. Es soll ein weiteres Video für das 6. Schuljahr entstehen. 
 
J. Veit (AG-Leiter) 
Am 03.05.2017 hat das Team 5 einen Elternabend zum Thema "Bewusster Umgang mit dem Internet" veranstaltet. Alle Eltern des Jahrgangs waren herzlich eingeladen in der Aula dem Vortrag von Frau Wolf (ehemals Forsthövel) und Herrn Veit zu lauschen und sich anschließend auszutauschen. Der Elternabend hatte zum Ziel einige Dienste/Apps näher zu erklären und auf mögliche Risiken aufmerksam zu machen. Das Team hat zudem einen Flyer mit Ansprechpartnern bei Problemen bereitgestellt. Die Rückmeldung der Eltern und Kollegen war äußerst positiv. 
Anschließend ging es noch in die jeweiligen Klassen, um Klasseninternes zu besprechen. 
 
D. Wolf und J. Veit

Lesung  mit Carlos Peter Reinelt am 25. Januar 2017

Die Jahrgänge  9 und  10 empfingen den jungen österreichischen Autor in der Aula der IGS-West. Alles war vorbereitet! In den letzten beiden Wochen vor der Lesung bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler inhaltlich auf die Lesung vor. Die Klassen 9d und 9a haben sich intensiv mit der Thematik und dem Inhalt des Buches „Willkommen und Abschied“ auseinander gesetzt. Sie haben sogar tiefgründige Texte geschrieben, Poetry Slams und eigene Monologe. Frau Neustadt hat mit beiden Klassen  daran gearbeitet. Die anderen Klassen des 9er und 10er Jahrgangs diskutierten über den Inhalt der bevorstehenden Lesung. Ein Workshop mit Schülerinnen und Schüler bereitete die Talkrunde – ein Austauschgespräch mit dem Autor – vor. Frau Hein, Herr Belabidia und Herr Sinsch haben diesen Workshop geleitet.

Die Lesung begann mit einem Klavierspiel** von Fynn* (9d), der mit der Titelmelodie des Kinofilms „Die fabelhafte Welt der Amélie“ **, das Publikum auf die Lesung einstimmte. Herr Müller begrüßte alle Anwesenden und Frau Hein übernahm die Moderation der Lesung. Herr Reinelt hat in seiner dreißigminütigen Lesung die Situation im LKW, in dem Flüchtlinge im August 2015 gestorben sind, sehr bewegend und authentisch vorgetragen. Während der Lesung konnte das Publikum den Text mithilfe einer Powerpoint-Präsentation von Jakob mit verfolgen. Der fiktive Monolog hat alle Anwesenden sehr beeindruckt und emotional berührt.  Maya (9a) und Luisa (9d) lasen im Anschluss ihre Poetry  Slams vor. Es waren sehr beeindruckende, bedrückende Texte zur Thematik „Willkommen und Abschied“. Die Talkrunde mit den Schülerinnen und Schülern und Herrn Reinelt beendete die Lesung, nach dem aus dem Publikum noch Fragen an den Autor gestellt wurden. Herr Reinelt gab im Anschluss Autogramme.

Diese Lesung wird sehr nachhaltig sein, die Thematik, mehr als aktuell zur Flüchtlingsdebatte, beschäftigt uns seit Jahren und hat uns alle aus der Abgestumpftheit, mit der wir durch die tägliche Berichterstattung ausgesetzt sind, befreit. Es ist ein lebendiger, ehrlicher, interessierter Austausch entstanden, der im Unterricht, zuhause, mit Freunden, überall weiter diskutiert werden kann und wird. Es hat sich etwas verändert, wir haben uns durch die Lesung verändert. Danke Herr Reinelt, für Ihre mutigen Worte in „Willkommen und Abschied“. Ihr Kunstwerk, das durch Farbe und Schrift, als auch durch die Darstellung des LKWs nicht nur eine literarische Vorlage ist, es ist ein Gesamtkunstwerk mit nachhaltigem Effekt. Wir sind alle Menschen, das haben wir in diesen Minuten der Auseinandersetzung mit dem ernsten, tragischen Thema erfahren.

Ich danke allen, die an der Lesung mitgewirkt haben, der Technikcrew mit Herrn Diegelmann, der auch das Plakat zur Lesung  so wunderbar gestaltet hat. Jakob und Max für die Technik, Fynn*, Maya und Luisa, eure Texte waren großartig! Weiter danke ich Frau Neustadt, Herrn Sickel, Herrn Müller, vor allem aber Herrn Sinsch und Herrn Belabidia, die mich ermutigt haben, die Lesung zu organisieren und die mir in der Vorbereitung und Realisierung tatkräftig zur Seite gestanden haben. Ich danke den Schülerinnen und Schülern  des 9. und 10. Jahrgangs, hier vor allem der Talkrundencrew, die mutig und klug ihre Fragen an den Autor gerichtet haben. Ich danke dem Publikum der IGS-West: Ihr Schülerinnen und Schüler, Ihr habt diese Lesung angenommen und durch euer Interesse und euren Mut, euch mit dem Thema auseinanderzusetzen, zu einem guten Gelingen beigetragen. An dieser Stelle möchte ich dem Förderverein der IGS-West einen ganz besonderen Dank aussprechen, der unsere Lesungen  immer wieder finanziell unterstützt. Nicht zu vergessen an dieser Stelle: Ich danke Herrn Ruske, von Frankfurt liest ein Buch. Sie empfehlen uns immer wieder weiter, so können wir ganz besondere kulturelle Veranstaltungen unseren Schülerinnen und Schülern anbieten. Danke, dass Sie uns an den Wallstein Verlag weiter empfohlen haben! Wir freuen uns auf weitere Lesungen!

Monika Hein          

 

*Es wäre wunderbar, wenn wir einen Beitrag  mit der Lesung von Carlos Peter Reinelt dazu geleistet hätten, damit unsere Welt sich wieder „fabelhafter“ gestalten würde. Danke Fynn*, für dein ausgewähltes Stück, das macht Hoffnung!  Die menschliche Natur muss sich verändern, damit keine Kriege stattfinden, die Entscheidungen einzelner Politiker können das nicht. Wir Menschen können Kriege verhindern! (siehe Thukydides (ca. 454-399 v. Chr.) Er gilt als der größte Historiker der Antike und beschäftigte sich immer wieder mit der Frage, warum es zu Kriegen kommt.

**Comptine d' une autre été – Die fabelhafte Welt der Amelie    https://www.youtube.com/watch?v=GQB2ZrabC80

In welcher Welt will ich WIE leben?

14 Schülerinnen und Schüler unserer Intensiklasse haben sich an drei Vormittagen und einer Intensivwoche mit verschiedenen Künsten beschäftigt. Ausgangspunkt für die erst seit kurzem in Frankfurt wohnenden Schülerinnen und Schüler ist die Beschäftigung mit Ihrer neuen Lebenswelt, Ihren Wünschen und Träumen.

Sie alle vereint, dass sie in einer neuen Umgebung zurechtkommen müssen und die deutsche Sprache erlernen. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus Afghanistan, Polen, Iran, Indien, Serbien, Bulgarien und Rumänien.
Bilder sagen mehr als Worte; das war der Leitgedanke, den das Projektteam hatte. Die Schülerinnen und Schüler haben Ihre Gedanken und Gefühle gezeichnet. Herausgekommen sind berührende, abstrakte und auch ganz konkrete Darstellungen.
In der Intensivwoche in der Orangerie haben sich die Schülerinnen und Schüler mit den Mitteln des Theaters und des Films mit ihrer Situation künstlerisch auseinandergesetzt.
Die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu entdecken und weiter zu entwickeln stärkt die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein. Sich in neuen Situationen zu erleben und diese Herausforderung zu bewältigen, fördert den Mut sich anderen zu zeigen und neue Wege zu beschreiten.

Trotz aller Diversität lernen die Schülerinnen und Schüler, dass sie gemeinsam ein einzigartiges Erlebnis schaffen- das verbindet!

"Wir haben ein kleines Theaterstück über  das Thema  gemacht  „In welcher Welt will ich WIE Leben?“. Wir haben  viele verschiedenen Themen gemacht, zum Beispiel Familien, ohne Drogen, eine gute Leben, wir wollen eine Welt, die sicher ist.

Wir haben auch viele verschiedenen Bilder gemalt  über verschiedenen Themen  zum Beispiel eine Welt ohne Drogen, ohne Rassismus, ohne Smog, ohne Krieg  usw..

Der Schauspieler Matthias und eine Studentin  haben uns geholfen  mit viele Ideen und mit Theater spielen. Es war auch eine Tanzlehrerin da und sie hat uns geholfen mit tanzen.

Wir hatten sehr viel Spaß  als wir  choreographierten Tanz geübt habe,  aber auch als wir  verschiedenen kleinen Theater gemacht  haben. Wir haben zum Beispiel  über Krieg und Frieden, Familien und  Sicherheit ein  Theaterstück  gemacht."

Andreea Coliba, Ginka Mitkova, Sumanpreet Kaur aus unserer Intensivklasse (Januar 2017)

 

Ein Projekt von Stanza e.V. in Kooperation mit dem Kinderschutzbund Frankfurt, im Rahmen des Programms „Kulturkoffer“ der Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen (LKB).

 

Wer sich die Busfahrt oder die eine oder andere wie Kaugummi hinziehende Pause verkürzen möchte, dem sei die neue Schülerzeitung der IGS-West wärmstens empfohlen. Die West Times bietet einen bunten Mix aus Themen, die die Schüler bewegen und informiert über neue Trends aus Musik, Kino, TV und sozialen Medien. Zum Download der aktuellen Ausgabe.

Seite 4 von 15

Information

IGS-West
Palleskestraße 20
65929 Frankfurt am Main

Sekretariat

Telefon: 069 - 212 47087
Telefax: 069 - 212 47093
poststelle.igs-west@stadt-frankfurt.de

 

 

Go to top