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Pädagogischer Tag - Zukunftswerkstatt der IGS-West

Wir orientieren uns an dem, was Kinder und Jugendliche stark macht! 

Reportage aus der Zukunftswerkstatt der IGS-West 2026

Das Kollegium der IGS-West hat sich am 26.1.2016 mutig auf die Reise in die Zukunft gemacht (schon das Datum hat eine Zahlenmagie!). Wahrscheinlich wussten einige der Kolleginnen und Kollegen gar nicht, wie ihnen geschah, als sie plötzlich in der Zeitreisenkabine saßen und im Jahre 2026 ausgespuckt wurden. Der Auftrag, mit dem sie gereist waren und der in zusammengewürfelten Gruppen gelöst werden sollte, konnte schreibend, knetend, malend oder einfach in einer Art Collage umgesetzt werden: Die verschiedenen Arbeitsgruppen (sechs insgesamt) sollten ihre Traumschule entwerfen. Und das taten sie auch auf sehr individuelle Weise. Es gab aber durchaus auch Verbindendes und Ähnliches unter den Ergebnissen.

Zunächst einmal war verblüffend, wie viele Gruppen die Noten abschaffen mochten und stattdessen sich lieber die Mühe und Arbeit schriftlicher Beurteilungen machen wollten, weil Kinder und Jugendliche so differenzierter in ihrer Lernentwicklung beschrieben werden könnten. Besonders die Arbeits- und Sozialverhaltensnoten, die im Jahre 2016 immer noch in Ziffernnoten auf dem Zeugnis standen, weil man bis dahin einfach noch nicht dazu gekommen war, sie in eine adäquatere Beurteilungsform zu gießen, waren bei allen Kolleginnen und Kollegen unbeliebt und würden ersetzt durch ein Beiblatt mit Text. Ebenfalls mehrfach entworfen wurden die Lernhäuser mit heterogenen Altersgruppen (5-7/ 8-10), die bereits schon einmal im Schuljahr 2014-2015 heftig diskutiert worden waren und die offenbar durch den Umzug und die vielen anderen Dinge, die ein Kollegium an einer lebendigen Schule zu bewältigen hat, wieder etwas in Vergessenheit geraten waren. Die jahrgangsgemischten Lerngruppen tauchten in drei Gruppen wieder auf. Einige wollten gar die Altersmischung ausweiten und die Schule um eine Grundstufe erweitern.

Auch die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer hatte sich in der Vorstellung der Lehrkräfte deutlich gewandelt. Durch die Präsenzzeit könnten Lehrkräfte mehr Zeit mit Kindern und Jugendlichen verbringen, die nicht allein dem Unterricht, sondern auch der Beratung, des sozialen Miteinanders und der Kommunikation grundsätzlich gewidmet wäre. Eine solche Zeit wäre in gewisser Weise eine gemeinsame Zeit, in der Beurteilung keine Rolle spielen würde. Dieses neue Rollenverständnis oder erweiterte Rollenverständnis würde noch unterstützt werden dadurch, dass es gemeinsame Lebensräume gäbe, die verantwortungsvoll miteinander gestaltet werden müssten:
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Im Garten, mit Bienen, Hühnern, Schafen und Rindern müssten alle mitanpacken und die Selbstversorgung an der Schule garantieren. Energie in Form von Strom würde durch gemeinsames Strampeln generiert werden und die Schülerinnen und Schüler würden bei Jugend forscht immer neue Bauweisen und Energiespartechniken entwickeln dürfen. Lernen würde also stärker in Handlungszusammenhängen, die durch Projektphasen oder Werkstätten ermöglicht würden, stattfinden als im Jahre 2016 und weniger in Fächern. Die Kinder und Jugendlichen würden selbst Kurse anbieten und hülfen sich in vielfältigen peer-group-Lernsituationen. Ein Café wird von ihnen in Eigenverantwortung betrieben, sie übernähmen Verantwortung für die Angebote an ihrer Schule, weil die Lehrerinnen und Lehrer ihnen etwas zutrauten und weil die demokratische Mitbestimmung ernst genommen würde. Manch einer dachte dabei an Summerhill!

Die Lernräume wären individualisiert: Es gäbe gemütliche Sitzecken und verschiedene Räume, in denen anregendes Material läge. So könnten noch stärker als heute individuelle Interessen der Kinder und Jugendlichen angeregt und eingebracht werden. In Hängematten könnten alle zwischendurch ausspannen und ausruhen. Die individuellen Lernwege würden nicht mehr an standardisierten E- und G-Niveaus gemessen, sondern an einem Schrittweise-Modell des Lernzuwachses. Heute nennt man es Kompetenzmodell, in der Zukunft ist es wohl eher ein Lernfortschrittsmodell.

Der Schulbau wäre diesen Bedürfnissen des handelnden und forschenden Lernens angepasst: Die Fachräume sind echte Fachräume mit Material, das man benutzen und ausprobieren darf. Wer Mathe machen möchte, ginge in den Matheraum, wer sich mit Sprachen oder Literatur beschäftigen möchte, würde in einen Raum gehen, in dem Literatur oder Sprachen wohnen.
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Überhaupt die Schüler: Es würde keine Haupt-, Real-, Gymnasial- und Lernhilfeschüler mehr geben, sondern schlicht Kinder und Jugendliche, die etwas lernen und mit den Erwachsenen erleben sollten und wollten. Denn welcher Heranwachsende würde sich eine Reise über die Alpen, einen Aufenthalt auf dem Bauernhof, auf Zypern oder auf Grönland entgehen lassen, wenn es zum Curriculum der Schule gehört, ab dem achten Schuljahr einmal im Jahr mindestens vier Wochen weg zu sein! Die Zusammenlegung der Fächer zu Projekten, Vorhaben und kleinen Herausforderungen haben viele Kolleginnen und Kollegen an der IGS-West offenkundig bereits erprobt und nun – im Jahre 2026 - traute man sich mehr zu. Die mitgereisten Schülerinnen und Schüler waren begeistert. Eine andere Gruppe beschäftigt sich mit Fragen, die es auch 2026 noch zu lösen gilt. Wie Gemeinsamkeit hergestellt wird, war für sie offenbar auch dann noch eine wichtige Frage.

Vielleicht kann man einige Diskussionen in den Gruppen mit dem Satz einer Lehrkraft zusammenfassen: „Wir orientieren uns an dem, was Menschen stark macht!“ Die Schule muss dafür ein offenes Haus sein, in dem viele Experten arbeiten, die nicht Lehrer sind, sondern Tischler, Bauern, Künstler und etwas anbieten für Kinder und Jugendliche, aber auch für Lehrkräfte, die ihren Horizont erweitern möchten. Wenn Erwachsene unterschiedlicher Professionen zusammenarbeiten, dann kann daraus wohl Gutes erwachsen. Denn das wurde sehr deutlich auf dieser Reise, die meisten Kolleginnen und Kollegen der IGS-West möchten dazulernen, etwas verändern und auch grundsätzlich anders machen. Die Stimmen der Veränderung waren deutlich und klar, so klar, dass sie auch nach der Reise zurück in das Jahr 2016 noch nachhalten.

Die Reise zurück in die Gegenwart fiel einigen nicht leicht.

Man wünscht der Schule, dass der Schwung, der Mut zur und die Lust auf Schulentwicklung und –veränderung in Richtung Zukunft noch etwas anhält – mindestens bis 2026.

Mitgereiste Journalistinnen und Journalisten: Antje Gollnow, Felix Holzapfel, Monika Stoll-Schneider, Laura Walter; Endredaktion: Susanne Gölitzer

 

Information

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Palleskestraße 20
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