Planungspapier

Handout zur Veröffentlichung des Planungspapiers der Außenstelle West der Paul-Hindemith-Schule am 06.04.2011

Die IGS-West feiert!

Endlich ist es soweit, zum 01.08.2011 wird die Außenstelle West der Paul-Hindemith-Schule eigenständig! Längst ist die für die Außenstelle gebräuchliche Bezeichnung „IGS-West“ im Frankfurter Westen, ja sogar in der gesamten Frankfurter Schullandschaft zu einer unverwechselbaren Begrifflichkeit geworden. Eltern, Kinder und Kollegen identifizieren sich mit diesem Arbeitstitel. Presse, kooperierende Grundschulen, die Öffentlichkeit und manchmal auch die offiziellen Vertreter von Schulträger und Schulaufsicht nutzten und nutzen den informell eingeführten Namen „IGS-West“. So ist es für die Mitglieder der Schulgemeinde nur der logische Schluss, dass mit Erlangen derEigenständigkeit, dem Offiziellwerden der Schule, auch die Bezeichnung IGS-West als offizieller Schulname übernommen wird. Vom Arbeitstitel zur Marke – so wünschen wir uns die Entwicklung des Schulnamens. Seit nunmehr fast drei Jahren arbeitet die Außenstelle West im Gebäude der Käthe-Kollwitz-Schule in Zeilsheim. Dass es ihr in dieser Zeit gelungen ist, erfolgreiche Arbeit zu leisten, zeigen nicht zuletzt die aktuellenAnmeldezahlen für das kommende 5. Schuljahr, welche weit über den Platzkapazitäten der Schule liegen.

Ihre organisatorische, pädagogische und schulische Ausrichtung hat die IGS-West nun in ihrem Planungspapier veröffentlicht.

Kernstück dieses Planungspapiers und damit auch der pädagogischen Arbeit an der Schule ist das Leitbild. Es spiegelt die Schulphilosophie. Im Leitbild der IGS-West wird eine angestrebte Schulkultur beschrieben, welche die Individualität des einzelnen Kindes achtet und damit gleichzeitig dafür sorgt, dass gemeinschaftlich denkende und handelnde Menschen selbstbewusst heranwachsen können. Gemeinsam vereinbarte Regeln und Rituale helfen dabei. Wir machen den Schülerinnen und Schülern ein ganzheitliches, kulturelles und persönlichkeitsbildendes Lernangebot, das die individuellen Fähigkeiten wie z.B. Interesse, Neugier, Lerntempo, Begabung berücksichtigt und damit eine wesentliche Voraussetzung zur Bewältigung von Beruf und Alltag schafft. Kooperation und Teamarbeit charakterisiert die alltägliche Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer. Sie bilden sich regelmäßig fort und überprüfen ihre Arbeit. Die aktive Unterstützung der Eltern wird als wesentlich gesehen, um das Schulleben partnerschaftlich zu gestalten. Die in diesem Leitbild niedergeschriebene Grundhaltung verstehen wir Lehrerinnen und Lehrer der IGS-West als Selbstverpflichtung.

Verantwortung für das Lernen übernehmen lernen: Pädagogisches Fundament

Das Fundament der pädagogischen Arbeit wird gebildet durch drei Überzeugungen, die alltäglich gelebt werden wollen:

1. Jeder Mensch lernt anders. Weil jeder Lernprozess ganz individuell ist, werden nicht nur verschiedene Methoden des Lernens besonders geübt, sondern Zusammenhänge entwickelt, in denen das Lernen Sinn haben kann. In unterschiedlichen Situationen können Schülerinnen und Schüler zeigen, wie sie ihr Wissen und Können präsentieren. Das Ziel des Lernens ist, dass Kinder und Jugendliche Verantwortung für ihr Lernen übernehmen.

2. Miteinander lernt es sich besser als allein. Die Schule soll auch der Ort sein, an dem Kinder und Jugendliche miteinander auskommen, Konflikte regeln, sprechen, sich streiten, aber auch gemeinsame Unternehmungen erleben. Der Tag ist gegliedert durch Regeln des gemeinsamen Arbeitens und Rituale wie der Morgenkreis, die dem Schulleben ein unverwechselbares Gesicht geben.

3. Beratung und Rückmeldungen an Schülerinnen und Schüler, Eltern, aber auch Lehrerinnen und Lehrer haben an der IGS-West einen hohen Stellenwert. Wer sich erfolgreich etwas aneignen möchte, muss sich selbst richtig einschätzen, mit Kritik umgehen lernen und muss seinen eigenen Lernprozess auch planen und steuern lernen. In Lernentwicklungsgesprächen und Schullaufbahngesprächen beraten Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte deshalb jährlich, welche Ziele ein Kind bereits erreicht hat und welche es sich noch setzen kann. In diese Rückmeldekultur wird auch die Jugendhilfe in der Schule miteingebunden und man holt sich den Rat anderer Institutionen ein.

Wie ist unsere Schule organisiert?

Die IGS-West ist eine Ganztagsschule. Es gibt lange Spielpausen und einen Offenen Anfang. Das Mittagessen kann in der Mensa eingenommen werden. Die Eltern haben sich von Anbeginn um einen kleinen Chillraum gekümmert, in dem gemalt oder gebastelt werden kann. Der Tag ist rhythmisiert durch Bewegungsphasen und Lernphasen.

Die IGS-West ist aber auch eine Teamschule. Ein Team von sechs bis acht Lehrkräften unterrichtet in einem Jahrgang, berät und entscheidet über die wichtigsten pädagogischen Fragen im Team. Die Schülerinnen und Schüler kennen ihre Lehrerinnen und Lehrer meist gut und werden von ihnen über mehrere Jahre begleitet und unterstützt.

An der IGS-West sollen alle Kinder so lange wie möglich gemeinsam lernen dürfen und trotzdem auf unterschiedlichem Niveau gefördert und gefordert werden, weil wir meinen, dass Heterogenität die beste Lernbedingung darstellt. Schülerinnen und Schüler arbeiten deshalb im Klassenverband auf unterschiedlichen Niveaus und können sich hier ausprobieren.

Lernangebote und Unterricht

Einige Fächer werden an der IGS-West als Lernbereiche unterrichtet. Dadurch gewinnen Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte mehr Zeit, um sich einem Thema zu widmen. Statt Biologie, Chemie und Physik gibt es bei uns Naturwissenschaften. Hier wird das forschende Lernen, das Experimentieren großgeschrieben. Jedes Thema wird für die Schülerinnen und Schüler auch lebensweltlich eingebettet und mit vielfältigen Schüler- Experimenten werden  Lernumgebungen geschaffen, die dazu anregen, Gelerntes über Präsentationen oder Vorträge wieder weiterzugeben. Der Fachbereich Nawi hat schon mehr als einmal in der nur zweieinhalbjährigen Geschichte der Schule Preise für diese Arbeit bekommen.

In dem Lernbereich GL werden die Fächer Geographie, Sozialkunde und Geschichte thematisch miteinander verknüpft. In einem dritten bereits geplanten Lernbereich soll Darstellendes Spiel, Kunst und Musik kreativ zur kulturellen Praxis verbunden werden.

Ein besonderes Lernarrangement bieten wir auch im Fach Deutsch an. Hier sind in jeder Woche in zwei Stunden immer zwei Deutschlehrerinnen in einer Klasse und unterstützen die Schülerinnen und Schüler beim Lesen und in der Rechtschreibung. Die Leseförderung ab der Klasse 5 umfasst die Leseflüssigkeit, das Textverstehen und die Lesemotivation. Wir begnügen uns nicht mit einer Lektüre im Jahr, sondern lesen so oft und im Fächerverbund so häufig wie möglich. Mehrsprachigkeit verstehen wir nicht als Problem, sondern als Bereicherung und wir streben deshalb auch die

intensive DAZ-Förderung und Sprachenförderung an.

Qualität entwickeln – Qualität sichern

Unsere eigene Praxis selbstkritisch zu betrachten und zu überprüfen, gehört zu unserem Selbstverständnis dazu. Wenn nötig holen wir uns auch von außen eine Beratung in die Schule, um eingefahrene Sicht- und Handlungsweise zu reflektieren. Alle Teams gehen, aber auch die Schulleitung geht regelmäßig in Klausur und reflektiert die geleistete Arbeit und plant gemeinsam die bevorstehenden Aufgaben. Supervision, Mediation und Fortbildung gehören zu unserer Arbeit dazu.

Öffnung nach außen: Kooperation

Die IGS-West versteht sich als offene Schule, in der Eltern und Kooperationspartner gern gesehene Gäste sind, die unser Bildungsangebot erweitern und ergänzen. Wir binden in unseren Ganztag Vereine und andere Institutionen ein und bieten so den Schülerinnen und Schülern auch die Möglichkeit, die Stadt besser kennen zu lernen. Durch unsere enge Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern sind wir bereits Umweltschule.

In Zusammenarbeit mit der Johann Wolfgang Goethe-Universität können Studierende ihr Jahrespraktikum bei uns absolvieren. Sie arbeiten intensiv mit kleinen Schülergruppen zusammen. Wir unterstützen Studierende gerne in ihrer Ausbildung und bemühen uns um eine intensive Betreuung. Über das Lernen hinaus versteht sich die IGS-West auch als Ort der Begegnung. Eine Öffnung der Schule und des Klassenzimmers besteht darin, Eltern im Schuljahr immer wieder zu Elternnachmittagen, Klassenfeiern, Frühstücken und ähnlichen Klassen- und Jahrgangsveranstaltungen einzuladen. Die aktive und selbstständige Mitarbeit der Eltern zeigt sich besonders im Chillraum.

IGS-West: Quo vadis?

Schülerinnen und Schüler, Eltern und die Pädagogen haben in den letzten zweieinhalb Jahren versucht, aus der provisorischen Unterbringung in der Käthe-Kollwitz-Schule das Beste zu machen. Im ersten Jahr hatten die knapp 100 Kinder und acht Lehrerinnen und Lehrer noch viel Platz im Haus und auf dem Schulhof, spätestens mit dem zweiten Jahrgang 2009, aber erst recht mit dem dritten und in diesem Jahr mit dem vierten Jahrgang leiden alle, besonders aber die Kinder und Jugendlichen der IGS-West und der Grundschule unter dem viel zu kleinen Schulhof, den nicht ausreichenden und provisorischen Räumlichkeiten und den baulichen Bedingungen, die ganz und gar nicht zu den Bedürfnissen einer Team- und Ganztagsschule passen: Die Mensa ist zu klein für vier Jahrgänge und hat keine eigene Küche, es gibt keine Ruheräume und separaten Räume für die Kleinen oder auch die Großen unter den Schülerinnen und Schülern, es gibt keine adäquate Turnhalle, keine ausgestatteten Fachräume, keine Differenzierungsräume, Besprechungsräume usw.

Auf der Suche nach Übergangslösungen konnte der IGS-West jetzt ein weiterer Container für den nächsten Fünferjahrgang in Aussicht gestellt werden und wir hoffen darauf, dass die Nachbarn der Schule unsere Raumnot sehen und die Straße vor dem Nebeneingang übergangsweise zum Schulhof gemacht werden kann.

Ganz besonders freuen wir uns auf unseren Neubau in Höchst, den wir 2013 beziehen möchten und der für die IGS-West erst gebaut wird. Nach dem Standardraumprogramm können wir uns auf eine gute Raumausstattung freuen. Dort werden wir unsere pädagogische Arbeit, wie wir sie begonnen haben und wie sie im Planungspapier niedergeschrieben ist, fortsetzen und sicher noch viele neue Ideen entwickeln, wie Lernen und Entwicklung von Heranwachsenden mit Freude und Sachverstand unterstützt werden kann.

Die Schulgemeinde der IGS-West

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Information

IGS-West
Palleskestraße 20
65929 Frankfurt am Main

Sekretariat

Telefon: 069 - 212 47087
Telefax: 069 - 212 47093
poststelle.igs-west@stadt-frankfurt.de

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